Verbrannte Landschaften

DIE AUSSTELLUNG

Mit der Ausstellung „Verbrannte Landschaft“ zeigen die Fotografen Daniela Szczepanski und Frank Hohmann in Bildpaaren die erstaunlichen Parallelen zwischen  Vulkanregionen unserer Welt und  Industrielandschaften am Beispiel des Ruhrgebiets.

Vulkane, in der Mythologie Sitz der Götter, Erschaffer von Feuer und Stein. Ein Erneuerungsprozess der Erde aus sich selbst heraus, die Geburt von jungfräulichem Land. Wüst, öde, menschenfeindlich aber doch unendlich fruchtbar sind Vulkanregionen ein Gegensatz der Natur. Einerseits bringen Vulkane Tod und Verderben über die Menschen, vernichten Hab und Gut, harter Stein bedeckt fruchtbare Böden, saurer Regen vernichtet Ernten, Aschefracht bringt Hungersnöte. Andererseits sind Vulkanische Böden so fruchtbar, dass Millionen von Menschen das Risiko auf sich nehmen, an ihren Hängen zu leben. Die vielen Mineralien und die heißen Wässer, die der Vulkanismus mit sich bringt, werden für Medizin, Wohlbefinden und Entspannung genutzt.

Industrielandschaften von Menschen geschaffen, um Konsumgüter zu produzieren; um Ressourcen in Gegenstände des täglichen Gebrauchs zu verwandeln, die als Handelswahre Geld und Wohlstand bringen. Die ursprüngliche Landschaft wird diesem Prozess untergeordnet, sie wird verbraucht, verschwindet unter Beton und Stahlskeletten der Produktionen und Transportwege.
Fruchtbare Böden werden verbaut, durch Abfälle kontaminiert, Abgase fallen als Saurer Regen auf das Umland. Und doch schafft diese Industrie so viel Wohlstand, so viele Arbeitsplätze, dass Millionen von Menschen sich um Sie herum ansiedeln und dort ein komfortables Leben in Wohlstand führen können. Der Wohlstand als Grundvoraussetzung für Bildung, für Kultur, für Kunst.

Zwei Prozesse die „Verbrannte Landschaft“ hinterlassen. Der eine natürlich, der andere kultürlich, vom Menschen gemacht. Die Faszination dieser Landschaften, die Parallelen und den Blick für die Schönheit dieser extremen Lebensräume soll die Ausstellung „Verbrannte Landschaft“ zeigen.

 

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